Fahren auf dem grossen Ritzel - Erlebnisberichte, Tourenplaner und Höhenprofile für Nordschwarzwald
1. Frühlings-Trainingslager vom 19.03.08 - 22.03.08 in Ligurien
1. Tag (Passo del Ginestro, Colle d’Oggia)
Am 19.03.08 startete ich mit Patrick und seiner Freundin Carmen zusammen mein erstes Frühlingstrainingslager.
Während Patrick und ich möglichst viel Zeit im Sattel verbringen wollten, stand für Carmen die Erholung vom
stressigen Medizinstudium im Vordergrund. Außerdem hatte sie sich bereit erklärt, für unser leibliches
Wohl zu sorgen, was sie auch hervorragend in die Tat umsetzte. Ziel war für 4 Tage Imperia an der Ligurischen Küste.
Patrick hatte hier schon einige Male seinen Sommerurlaub verbracht und kannte sich daher bestens aus. Wer jedoch bei
Ligurischer Küste an entspannte Flachetappen im Grundlagenbereich denkt, liegt falsch. Verlässt man die
Küste in Richtung Norden, erheben sich sofort die ersten Berge jenseits der 1000 Meter. Um einigermaßen dafür
gewappnet zu sein, hatte ich drei Wochen zuvor begonnen, wenigstens den einen oder anderen Hügel in meine
Trainingsfahrten aufzunehmen. Letztlich hatte ich dann zum Start des Trainingslagers ca. 1300 km und 4000 hm in den Beinen.
Als Unterkunft hatte Patrick eine Ferienwohnung über den Dächern von Imperia gebucht. Die Anfahrt dorthin verlief
bereits abenteuerlich. Auf der kaum 2 Meter breiten, mit etlichen Serpentinen geschmückten Straße, war es mit
unserem großen VW-Minivan nicht gerade einfach zu navigieren. Zu unserer Überraschung lag die Ferienwohnung
denn auch ein ganzes Stück oberhalb von Imperia. Zu dem ein oder anderen Pass würde sich auf unseren Touren
also immer noch ein Schlussanstieg gesellen.
Nach einer kurzen Nacht waren wir dann bereits um 7:30 Uhr auf den Beinen und starteten nach einem ausgiebigen
Frühstück um kurz nach 9:00 Uhr unsere erste Tour. Im Gegensatz zu good old germany, strahlte uns hier die
Sonne entgegen. So ging es bei wolkenlosem Himmel und 12° zunächst die abenteuerliche Straße nach Imperia
hinunter. Hier war auch aufgrund des schlechten Asphaltes Vorsicht geboten. In Imperia begrüßte uns dann
erstmal heftiger Gegenwind. Während ich zuhause sicher geflucht hätte, störte es mich hier herzlich wenig.
Zu schön war der Blick auf das nur wenige Meter entfernte Meer.
Blick von Imperia auf die Küste. Im Hintergrund die Insel Isola Gallinara
Nach ca. 25 flachen Kilometern und einigen kleinen Ortschaften, erreichten wir schließlich Alassio. Hier
verließen wir die Küste und starteten den Anstieg zum Passo del Ginestro. Schlagartig ließ hier
der Verkehr nach. Die ersten 7 Kilometer sind mit ca. 6 % bereits die steilsten. So gewannen wir schnell an Höhe
und hatten immer wieder tolle Ausblicke auf das Meer. Es folgten ca. 10 km welliges Terrain auf denen wir erstmals
einen Blick auf die schneebedeckten Berge der Ligurischen Alpen werfen konnten. Soweit sollten uns unsere Räder
dieses Jahr allerdings nicht tragen. Es folgten die letzten 5 km die noch mal etwas steiler wurden. Oben angekommen
wurden wir mit einer tollen Aussicht belohnt.
Auf der Passhöhe des Passo del Ginestro, dem ersten Pass des Ligurien Urlaubes
Es folgte eine kurze Abfahrt zum Colle San Bartolomeo und von dort der Anstieg zum Colle d’Oggia. Der Anstieg von knapp
12km Länge verläuft sehr gleichmäßig und mit moderater Steigung, selten sind mehr als 6% zu
bewältigen. Zu Beginn noch gemächlich, steigerten wir fortlaufend unser Tempo. Vor allem die letzten 2 etwas
steileren Kilometer nahmen wir im Eiltempo und so wurde der Puls ordentlich nach oben getrieben. Anzumerken bleibt noch,
dass wir auf den letzten 30 km bis zur Passhöhe gerade mal vier Autos zu Gesicht bekamen. So stellt man sich Radfahren
im Gebirge vor. Es folgte die Abfahrt Richtung Imperia. Leider war der Straßenbelag schlecht und so konnte man die
Abfahrt nicht genießen. Dafür war die Aussicht vom Feinsten.
Zwar ein schlechter Belag, dafür eine tolle Aussicht. Blick während der Abfahrt vom Colle d’Oggia in
Richtung Küste
Wenig später war ich jedoch froh darüber. Ein plötzliches Zischen kündigte das Unheil an. Ich hatte
einen Plattfuß. Glücklicherweise fuhren wir hier aufgrund des schlechten Belages eher langsam. Außerdem
entwich die Luft nicht auf einen Schlag; so brachte ich das Rad ohne zu Sturz zu kommen zum Stillstand. Ich wechselte
schnell den Schlauch und musste feststellen, dass mein Mantel auch nicht mehr wirklich zu gebrauchen war. Für die letzten
Kilometer sollte es aber reichen. Ohne weitere Pannen erreichten wir schließlich Imperia und durften uns zum
krönenden Abschluss noch auf dem ca. 6 km langen Schlussanstieg zu unserer Ferienwohnung quälen. Nach ca.
5 Stunden reiner Fahrtzeit, 100 km und 1900 hm war unsere erste Tour um 17:30 Uhr beendet. Abends wurde dann noch schnell
ein neuer Mantel für mein Rad besorgt (diesmal entschied ich mich gegen den Schwalbe Ultremo und wählte den Conti
Grand Prix 4000, mal schauen wie lange der hält).
2. Tag (Cipressa, Passo di Teglia)
Am zweiten Tag unseres Trainingslagers stand bereits unsere Königsetappe auf den 1387 m hohen Passo di Teglia auf
dem Programm. Um 8:00 Uhr war unsere Nacht bereits wieder zu Ende und um kurz vor 10:00 Uh saßen wir im Sattel.
Zunächst ging es wieder die abenteuerliche Straße hinab nach Imperia. Es folgten 8 km auf der viel befahrenen
Küstenstraße die wir diesmal mit leichtem Rückenwind zügig absolvierten. In San Lorenzo al Mare
begann der Anstieg nach Cipressa. Dies ist zugleich der zweitletzte Anstieg des Frühjahrs-Klassikers Mailand –
San Remo. Einen Tag später würden wir hier die Profis betrachten können.
Der Anstieg ist mit 6 km Länge und einer durchschnittlichen Steigung von 3,9% sicherlich keine Herausforderung.
Trotzdem hat man immer wieder schöne Ausblicke auf die Küsten Liguriens. Der Anstieg wurde schließlich
mit einem zünftigen Ortsschild-Sprint (eigentlich war es eher ein Kirchturm-Sprint) beendet. Danach ging es wieder
hinunter zur Küste und bis Riva Ligure am Meer entlang. Kurz danach begann der Anstieg zum Passo di Teglia. Die
ersten rund 20 km verlaufen jedoch nur leicht ansteigend entlang des Flusstales Torrente Argentina. Trotzdem konnte man
hier bereits erahnen dass es heute hoch hinausgehen sollte.
Während der Anfahrt zum Passo di Teglia durch das Flusstal Torrento Argentina
In Molini di Triora ist der Spaß dann zu Ende. Es beginnt der 12 km lange Anstieg zum Passo di Teglia. Mit 7,7%
Steigung im Schnitt sicherlich der härteste Pass unseres Urlaubes. Doch zunächst einmal schien es so, als ob
der Spaß schneller zu Ende sein würde, als uns lieb war. Der Pass war gesperrt. Ein ortsansässiger
Italiener erklärte uns denn auch, dass wohl Schnee der Grund dafür sei. Das konnten wir nicht glauben. Es hatte
in Ligurien schon länger keinen Niederschlag mehr gegeben, es war warm und hier unten konnte man sich absolut nicht
vorstellen, dass es knapp 1000 Meter weiter oben anders aussehen würde. Also wurde die letzten Bedenken über
Bord geworfen und der Pass in Angriff genommen.
Zunächst einmal sollte sich dies auch nicht als Fehler herausstellen. Durch die Sperrung hatten wir den gesamten
Anstieg für uns und begegneten keinem einzigen Auto. Der Straßenbelag war zwar teilweise sehr schlecht.
Dafür kam aufgrund der engen und sich mit etlichen Windungen am Berg entlang ziehenden Straße echtes
Pässe-Feeling auf.
Der letzte Abschnitt des Anstieges zum Passo di Teglia, leider schon mit aufziehendem Nebel
Aufgrund des schlechten Belages und der konstant hohen Steigung verlangte uns der Pass auch einiges ab. So waren wir denn
auch froh, die Passhöhe zu erreichen. Hier bot sich dann urplötzlich ein anderes Bild. Während wir auf
dem gesamten Anstieg quasi keinen Schnee gesehen hatten, war die Passhöhe selbst mit etlichen cm Schnee bedeckt.
Ein Blick um die erste Kurve verriet dann auch, dass sich dies nicht ändern würde. An eine Abfahrt war hier
nicht zu denken.
Ende Gelände. Schnee auf dem Passo di Teglia zwingt uns zur Umkehr
Es ging also den gleichen Weg wieder zurück. Da auf der Passhöhe auch ein ordentlich frischer Wind wehte,
machten wir uns recht bald auf den Rückweg. Kurz davor ließ der Nebel dann doch noch den einen oder anderen
Blick auf die umliegende Bergwelt zu.
Blick vom Pass di Teglia auf die umliegenden Berge
Die anschließende Abfahrt auf dem schlechten Belag stellte dann höchste Anforderungen an Hände und Bremsen.
Und so waren wir beide froh wieder Molina di Triora zu erreichen. Von hier ging es dann erneut durch das Torrente Argentina.
Hier war der Straßenbelag wieder ordentlich und so wurde auf der leicht abfallenden Strecke bis zur Küste
mächtig aufs Tempo gedrückt. Auch an der Küste angekommen, wurde das Tempo nicht verringert. Folglich kamen
wir dann ziemlich müde in Imperia an. Bevor es aber wieder hinauf zu unserer Ferienwohnung ging, gönnten wir uns
erstmal was zu Essen und einen Cappuccino. Anschließend wurde noch Proviant für die nächsten Tage
eingekauft. Nach fast 6 Stunden reiner Fahrtzeit, 127km und 2200hm kamen wir um 18:00 Uhr endlich wieder „zuhause“ an.
3. Tag (Patasina, Mailand San-Remo)
Der dritte Tag unseres Ligurien Urlaubes sollte eher so etwas wie ein Ruhetag werden. Trotzdem kamen wir morgens wieder
relativ früh los und befanden uns bereits kurz vor 10:00 Uhr wieder auf unserer inzwischen altbekannten Abfahrt nach
Imperia. Dieses Mal führte uns unser Weg aber nicht bis zur Küste. Kurz davor bogen wir nach rechts ab und
machten uns auf den Weg nach Pantasina. Vor uns lag ein kurzer 6km langer Anstieg mit einer moderaten Steigung von 6,5%.
Während des Anstieges durften wir wieder tolle Ausblicke auf die Küste Liguriens geniessen.
Blick auf die Küsten Liguriens während des kurzen Anstieges nach Pantasina
Danach ging es wieder leicht bergab Richtung Küste und über den Schlussanstieg zu unserer Ferienwohnung.
Pünktlich um 12:00 Uhr kamen wir dann nach 40 km und 800 hm zum Mittagessen wieder dort an. Allerdings nur um kurze
Zeit später, diesmal auch mit Carmen auf ihrem neuen Wilier (dessen Fulcrum Laufräder ich immer noch toll
finde!!!), erneut Richtung Küste aufzubrechen. Unser Weg führte uns wieder Richtung Cipressa. Diesmal endete
unsere kleine Tour aber nicht ganz oben, sondern in einer Serpentine auf halber Höhe. Es waren zwar einige Zuschauer
an der Strecke, mit einer Tour de France Etappe war es aber natürlich nicht zu vergleichen. Hier sollten in gut
einer Stunde die Profis auf ihrem Weg von Mailand nach San Remo vorbeirauschen.
Dies geriet dann aber zunächst einmal zur Nebensache. Etwa 100 Meter unter uns lief ein Kleinkind in einen
aufwärts fahrenden Radfahrer. Dabei verletzte es sich wohl schwerer. Jedenfalls bildete sich schnell eine
Menschentraube und nach einiger Zeit kam auch ein Rettungswagen. Allerdings gestaltete sich der Abtransport wohl auch
nicht so einfach. Wären die Profis den berechneten Schnitt gefahren, die Cipressa hätte wohl ausfallen
müssen. Da sie aber sehr langsam unterwegs waren, konnte die Unfallstelle noch rechtzeitig geräumt werden,
und aus der Ferne konnte man zumindest erahnen, dass es dem Kind auch wieder besser ging. Nach diesem Schock begann
also nun das Warten auf den Profi-Tross.
Banger Blick von der Cipressa. Wann kommen endlich die Profis von Mailand – San Remo
Die ersten Motorräder und der tief fliegende Hubschrauber kündigten dann jedoch endlich das Feld an. Kaum
ging es in den Anstieg, attackierte Paolo Bettini unter dem Jubel der Zuschauer. Zu ihm gesellte sich wenig später
Thomas Lövkvist (High Road). Die beiden kamen zusammen mit ein paar Sekunden Vorsprung vor dem Feld an uns vorbei.
Bettini und Lövkvist stürmen als Erste die Cipressa
und das jagende Feld dahinter. Vor dem Feld noch Patxi Errandonea (Lampre)
Alle Bemühungen von Bettini und später auch von Pettachi einen italienischen Sieg herbeizuführen, waren
jedoch vergeblich. Das Rennen gewann Fabian Cancellara, der sich kurz vor dem Ziel aus einer 16köpfigen Spitzengruppe
löste. Nachdem Rennen ging es zurück Richtung Imperia und zum zweiten Mal den Schlussanstieg hinauf zu unserer
Ferienwohnung, den auch Carmen bis auf die steile 20% Rampe kurz vor Schluss erfolgreich meisterte.
4. Tag (Passo Ghimbegna)
Nach dem eher gemächlichen Vortag, stand heute schon unser letzter Tag auf dem Programm. Unser Rad hätte
uns eigentlich auf das Dach unserer Tour, den Monte Ceppo auf fast 1500 Meter Höhe führen sollen. Nachdem
wir aber bereits am Teglia auf Schnee getroffen waren, machten wir uns keine großen Hoffnungen, dass wir
tatsächlich die Passhöhe sehen würden. Trotzdem ging es um 9:30 Uhr wieder frohen Mutes hinab Richtung
Küste. Diesmal fuhren wir fast 20 km an der Küstenstraße entlang bis kurz vor San Remo. Wir wechselten
uns ständig in der Führung ab und gaben ordentlich Gas. Auf diese Weise erreichten wir zügig San Remo.
Zunächst ging es mit mäßiger Steigung nach Poggio, dem letzten Anstieg beim Radrennen Mailand – San Remo.
Kurz danach wurde es für vier Kilometer etwas steiler, ehe wieder ein Flachstück folgte und wir das Dorf
Ceriana erreichten. Das Dorf besteht zum Großteil eigentlich nur aus einer einzigen zusammengebauten Ansammlung
von Häusern. Als wir durch eine enge Gasse die Stadt durchquerten, fühlte ich mich wie im Mittelalter. Auch
die Einwohner schienen hier nicht oft Radfahrer zu sehen, jedenfalls wurde man von einigen recht intensiv begutachtet.
Das mittelalterlich anmutende Ceriana, während des Anstieges zum Passo Ghimbegna
Ceriana nochmal von der anderen Seite
Nachdem wir Ceriana verlassen hatten, folgten 8 km mit ca. 6% im Schnitt bis zum Passo Ghimbegna. Zwar ließ der
Straßenbelag auch hier manchmal zu Wünschen übrig, dafür hatten wir die Straße auch wieder
einmal komplett für uns alleine. Nach einiger Zeit erreichten wir schließlich den „Gipfel“, ohne dies
allerdings zu bemerken. Ich weiß nicht, ob der Passo Ghimbegna gar kein Pass im eigentlichen Sinne ist
(also ein Übergang von einem Tal ins andere) oder ob einfach nur ein Pass-Schild fehlte. Jedenfalls standen
wir nach einiger Zeit an der Abzweigung zum Monte Ceppo und damit bereits hinter dem Passo Ghimbegna. Wie befürchtet
war die Weiterfahrt gesperrt.
Dieses Mal gingen wir aber kein Risiko ein. Die letzten 5 Kilometer bis zum Gipfel des Monte Ceppo wären mit einer
Durchschnittssteigung von knapp unter 10% auch sehr hart geworden. Also entschlossen wir uns, direkt über Vignai
und das Torrento Argentina zurück an die Küste zu fahren. Und auf dieser Abfahrt wurden wir auch endlich
einmal mit einem vorzüglichen Straßenbelag für die vorangegangenen Anstrengungen belohnt. So entwickelte
sich eine atemberaubende Abfahrt. Die Straße ist quasi direkt in den Fels gehauen, d.h. links die Felswand,
rechts der Abgrund. Dazu schlängelt Sie sich ständig in kleinen Kurven am Berg entlang Richtung Tal. Ganz
ungefährlich war die flotte Fahrt natürlich nicht. Durch die vielen Kurven war die Straße sehr
unübersichtlich. Und aufgrund der Enge war ein Ausweichen bei Gegenverkehr nur bedingt möglich. Aber wir
fuhren hier ja in Ligurien und nicht in den Alpen. Daher begegneten uns auf der Abfahrt auch nur zwei Autos und die
fuhren entsprechend vorsichtig.
Als wir die Küste wieder erreicht hatten, wurde noch einmal Vollgas gegeben. Zunächst versuchte ich den
Schnitt hochzuhalten, später übernahm Patrick die Position im Wind. Irgendwann hätte ich ihn wohl
noch einmal ablösen sollen, aber mittlerweile hatte ich erhebliche Nackenschmerzen und war nicht mehr fähig,
in Unterlenker-Position zu fahren. Bis auf diese Probleme am letzten Tag unseres Urlaubes, hatte ich jedoch keinerlei
Beschwerden. Die Umstellung vom Crossbike auf ein Rennrad verlief damit wesentlich problemloser als angenommen. Weder
mein Rücken noch mein Hinterteil hatten mit der veränderten Sitzposition Probleme. Und auch die höhere
Übersetzung die ich trotzt Dreifach-Schaltung in steilen Anstiegen fahren musste, bereitete mir keine Problem.
In Imperia angekommen, machten wir uns zum letzten Mal zum Schlussanstieg zu unserer Ferienwohnung auf. Nach 109km,
1650hm und einer reinen Fahrtzeit von 4:40h endete schließlich unsere letzte Tour.
Fazit:
Mein erstes Frühlingstrainingslager (eigentlich war es ja mehr ein netter Urlaub) hat meine Erwartungen erfüllt.
Sicher hätte es ein wenig wärmer sein können. Aber die Tatsache, dass Deutschland zu dieser Zeit im
Schneechaos versank, während wir fast jeden Tag den blauen Himmel bewundern konnten, tröstete darüber
mehr als nur hinweg. Ansonsten steht für mich Ligurien zwar eher für einen schlechten Straßenbelag,
dafür aber auch für völlig einsame Straßen. Dies kann übrigens auch gefährlich werden.
Denn oft begegneten wir fast stundenlang keinem Auto und konnten nebeneinander und uns fröhlich unterhaltend den
Berg hinauf pedalieren. Da kann man dann schon mal vergessen, dass man sich auf einer öffentlichen Straße
befindet und auch in Ligurien das Rechtsfahrverbot gilt. Zu guter Letzt war es auch mal nett, mit Patrick zusammen
die Passhöhe zu erreichen, was mir mit meinem Crossbike die letzten Urlaube eher selten gelungen war.
Jetzt heißt es die gute Frühform weiter zu verbessern, dann sollte den gesteckten Zielen (u.a. die
Radmarathons Trois Ballon in den Vogesen und der Highlander im Vorarlberg) nichts mehr im Wege stehen.